Samstag, 2. Januar 2016

Bangkok: Flug + New Years Eve!

Hallo meine Lieben,
endlich ist es soweit, mein erster Blogpost über meinen Backpacking Trip ist online!
Für mich ist es nun schon Tag 4 und heute werde ich mich auf dem Weg Richtung Süden machen und dachte mir, nutze ich die Zeit und Ruhe, um die ersten Posts zu schreiben.

Am 30.12 ging mein Flieger von Köln aus nach Bangkok und wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, ging mir ganz schon die Sause. Vorher musste ich mich noch von Allen verabschieden und das alleine war schon wahnsinnig schwer. Meine Eltern habe mich dann noch zum Flughafen gebracht und nach ein paar Tränen saß ich dann im Flieger.
Letzte Reihe neben einer zuckersüßen Thailänderin, die ein wenig Deutsch gesprochen hat. Irgendwie hat sie auch direkt die Mutterrolle übernommen, mich angelächelt und mich immer so angestubst. Sie hat sich auch direkt Sorgen gemacht, da ich das Essen im Flugzeug nicht angerührt habe, da es leider Sahne enthielt. Habe ihr dann aber gesagt, dass ich ein ganzen Sack voll Essen dabei habe und sie sich keine Sorgen machen brauch. Als ich dann meine Schnittchen ausgepackt habe, hat sie mir erstmal eine Serviette auf den Schoß gelegt. Ich musste so lachen!
Der Flug war leider alles andere als ruhig, daher habe ich auch kein Auge zugemacht. Ich habe es ehrlich gesagt überhaupt nicht mit fliegen. Nach ca. 6 Stunden ging es dann plötzlich richtig los und wir wurden regelrecht durch die Gegend geschleudert. Ich war kurz davor mich zu übergeben und die Thailänderin neben mir hat erstmal angefangen zu beten. Das ich danach erst recht kein Auge mehr zubekommen habe, ist wohl mehr als verständlich.
Komischerweise habe ich immer so ein Glück, auf dem Rückweg von der Türkei letztes Jahr war es ähnlich, da habe ich den Mann neben mir gefragt "Ist das normal?" und er "Nein", äußerst beruhigend muss ich sagen.
Da ich nonstop mit Germanwings geflogen bin, waren wir auch schon nach 10 1/2 Stunden da.
Die Schlange vor der Immigration war endlos lang, locker flockig 300-400 Leute vor mir, und was macht die Thailänderin, sagt mir, dass ich warten soll, geht zu einem Security Mann hin und winkt mich zu sich. Wir gehen an der kompletten Schlange vorbei und sie flüstert mir ins Ohr "Ich hab gesagt, dass du meine Tochter bist" und lacht sich dabei kaputt, der Security Mann und ich übrigens auch. Die Frau ging mir gerade mal bis zur Hüfte und ich sehe natürlich alles andere als thailändisch aus.

Nachdem ich alles gut überstanden und mir ein Taxi genommen habe (und richtig über den Tisch gezogen wurde), ging es auf zu meinem Hostel, dem Cozy Bangkok Place. Dort habe ich mir ein Einzelzimmer genommen, da ich nach dem ersten Kulturschock nicht auch noch in einem Dorm Room mit 10 Leuten schlafen wollte. Cozy ist das richtige Wort für dieses Hostel, es ist richtig muckelig und ich sitze hier auch eben im Esszimmer und habe mir hier ein kleines Büro aufgebaut.
Das Zimmer ist natürlich winzig gewesen, hatte keine Fenster und ich würde es als ziemlich "depressiv" bezeichnen, aber sollte ja auch nur zum schlafen da sein.
Als ich dann endlich da war, wollte ich nur noch schlafen, aber da ich noch so aufgedreht war, ging das überhaupt nicht. Ich war auch richtig fertig mit den Nerven und hätte mir wohl am liebsten direkt ein Rückflug Ticket gekauft. Also statt zu schlafen und den Kopf ein wenig frei zu bekommen, bin ich die Gegend erkunden gegangen. Das Hostel ist nicht in einem dieser typischen Backpacker Viertel, sondern eher in einer Gegend in der man sieht wie die Thais noch richtig leben und das hat mich um ehrlich zu sein sehr schockiert, vorallem die Gerüche.
Zu allem Überfluss landete ich dann noch auf einem Markt, dort gab es ALLES! Früchte, Obst, Gemüse, Dinge die ich nicht entziffern konnte, Fleisch in allen Variationen, Fisch, lebende Krabben und und und. Einem kam an jedem Stand ein anderer Geruch entgegen.
Da es kein Touri Gebiet war und ich käseweiß bin, bin ich richtig aufgefallen, wurde angestarrt und angelächelt.
Als ich wieder im Hostel war, kam die Ernüchterung, dass es vielleicht doch ein Fehler war Hals über Kopf mich in so ein Abenteuer zu stürzen ohne überhaupt jegliche Erfahrung zu haben, zumal mir der Abschied von meiner Familie von schwer im Magen lag und ich dann auch noch über 24 Stunden nicht geschlafen habe.

Irgendwann habe ich beschlossen mich in die Lobby zu setzen und gerade als ich meinen Laptop angeschaltet habe, kam schon eine Französin namens Elisa auf mich zu "Hey, how are you? What are you doing tonight?". Wir haben also angefangen zu quatschen, uns Kaffee und Tee geschnappt und Pläne für den Abend geschmiedet, da es ja Sylvester war. Ich muss ehrlich sagen, dass es mir danach um einiges besser ging, da sie auch alleine reiste und mich mit so einer offenen und herzlichen Art empfangen hat, da konnte es mir gar nicht mehr schlecht gehen.
Haben uns dann ein paar Stunden später in der Lobby getroffen und uns beraten lassen auf welchem Rooftop man am besten das Feuerwerk sehen könnte. Sie hat uns dann noch mit zwei anderen deutschen Mädels verkuppelt, die auch nicht so recht eine Ahnung hatten was sie an dem Abend machen sollten und schon haben wir alle zusammen den Abend verbracht.
Wir wollten zuerst zu einer Rooftop Bar, die angeblich nicht so schicki micki sein sollte, Ende vom Lied war, dass sie umgerechnet 50€ für den Eintritt haben wollten.
Haben wir natürlich nicht gezahlt und sind los zu einer Kirmes (?). Okay, ich weiß nicht ob es eine Kirmes sein sollte, ein Riesenrad war jedenfalls da. Wir dachten uns, da es auf der Karte nicht so weit weg aussah, dass wir laufen, aber es war doch ein ganz schon langer weg. Das war aber auch ganz schön, so konnten wir an den kleinen Essensständen schauen und das wirklich sehr angenehme Klima abends genießen. Wir mussten mit der Fähre dorthin fahren, haben uns noch ein wenig Bier erkämpft und haben uns das Feuerwerk angeschaut.
Der Rückweg war nochmal ein Fall für sich, da wirklich ALLE kurz nach dem Feuerwerk auf die Fähren wollten und wir später noch ein Tuk Tuk zum Hostel genommen haben. Da ich mittags schonmal eins hatte, wusste ich was uns erwartet, aber die beiden deutschen Mädels hatten keine Ahnung. Sie haben dem Tuk Tuk Fahrer gesagt, dass es das erste Mal ist und er hat es als Aufforderung genommen noch geisteskranker zu fahren, aber mit der Betonung, dass er nicht betrunken ist. Sehr beruhigend! Einmal ist der sogar mit dem Vorderrad hochgeschossen.
Es war zwar gefährlich aber auch sau lustig.
Als ich dann nachts wieder im Zimmer war, bin ich wirklich ins Bett gefallen und habe geschlafen wie ein Baby.
Hier ein paar erste Impressionen!









Kommentare:

  1. das mit der thailänderin ist ja mal mega süß und lustig! :D
    das der flug eher bescheiden war ist natürlich nicht so toll, aber jetzt hast du ihn ja erstmal hinter dir :)
    auch der abend mit den anderen klingt echt gut, ich glaub man muss da einfach wie elisa auf andere menschen zugehen und anquatschen. ich wünsch dir noch eine weitere tolle zeit dort mit ganz viel spaß und abenteuerlichen erlebnissen! :D das erste feuerwerksfoto ist übrigens richtig schön :)

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  2. Wow, ein wirklich toll geschriebener Bericht, man kann richtig mitfühlen. Ich wünsche dir eine supertolle Zeit mit vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken!
    Liebe Grüße aus Deutschland, Hannah

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  3. Was für coole Eindrücke! Bei deinem Bericht und den Fotos fühlt man sich schon fast, als wäre man dabei, hihi! :)

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