Freitag, 7. Oktober 2016

Hanoi: Smog & andere Turbulenzen!

Hallo meine Lieben,
heute geht es weiter mit einem Beitrag zu Hanoi in Vietnam!
Ich bin von Hoi An mit dem Nachtbus nach Hanoi gefahren, da ich dort noch zwei weitere Touren machen wollte, zudem war eigentlich in Hanoi noch Sightseeing auf dem Plan, aber es kam alles mal wieder anders.

Früh morgens kam ich in Hanoi an und konnte glücklicherweise zu meinem Hostel, was gleichzeitig auch ein Hotel ist laufen. Der gute Mann an der Tür war natürlich am schlafen, so musste ich erstmal ein wenig randalieren. Irgendwann öffnete er mir dann die Tür und die ganze Rezeption war stockdunkel. Da ich das nun aber schon kannte, holte ich meine Schlafmaske und Ohrenstöpsel raus und machte es mir auf der Couch gemütlich. Nach meinem Nickerchen konnte ich dann auch schon einchecken und war absolut hin und weg vom Hotel, wenn man so wie ich meistens nur in den letzten Löchern schläft, dann ist man schon ziemlich begeistert, wenn es mal wieder human aussieht.

Das Zimmer war ein Dorm mit 6 Betten, zur Straße gelegen, also sehr laut. Ich plante aber eh nicht lange zu bleiben, da ich noch nach Sapa und Halong Bay wollte. Da das Frühstücksbuffet noch inklusive war, habe ich erstmal ein All-You-Can-Eat veranstaltet und mich dann im hauseigenen Reisebüro beraten lassen und die Touren gebucht. Da es keine kostengünstigen Varianten waren, konnte ich noch raushauen, dass ich diese Nacht und zwei weitere Nächte nach den Touren dort kostenlos schlafen kann.

Nachdem alles geplant und gebucht wurde, wollte ich die Stadt erkunden und hoffte, dass es so ähnlich ist wie in Ho-Chi-Minh City. Spoiler Alert! Ist es nicht!
Ich kann bis zum heutigen Tag behaupten, dass Hanoi die Stadt ist, die ich am aller aller aaaaaalllller wenigsten mag von allen Städten und Orten in denen ich bisher war und das soll einiges heißen. Hanoi ist die reinste Katastrophe!
Der Smog gibt einem das Gefühl zu ersticken, in der Stadt gibt es so gut wie nichts sehenswertes, es ist wahnsinnig überfüllt und ich habe es geschafft in 2 Minuten 5 mal fast überfahren zu werden. Die Gassen in der Innenstadt sind so schmal, dass es Ewigkeiten braucht von A nach B zu kommen, weil gefühlte 50 Rollerfahrer vor dir den Weg erschummeln wollen. Das Wetter war erschreckend kalt und regnerisch und die ganze Stadt war einfach grau.
Die Tatsache, dass ich die Stadt am nächsten Tag wieder verlasse, war das einzige was mich noch aufgemuntert hat.

Als die Müdigkeit dann noch hinzu kam und ich irgendwann wirklich befürchten musste unter die Räder zu kommen, habe ich beschlossen zurück ins Hotel zu gehen und ein bisschen Laptop Time im Aufenthaltsraum einzulegen.
Dort saßen dann auch noch 3 Briten, die sich auf der vietnamesischen Version von MTV eine billige Version von Wrestling anschauten. So hingen wir alle am Laptop!
Leider funktionierte nur eine der beiden Steckdosen, wodurch sich irgendwann ein gnadenloses Battle entwickelte. Einer der Briten gab dann irgendwann nach und ging zum Staff, damit Jemand die zweite Steckdose reparierte.

JETZT KOMMTS! Kein Scheiß alles ist so passiert und ich bepiss mich immer noch vor lachen, wenn ich das Jemandem erzähle.
Ein Vietnamese kam, nennen wir ihn mal Jürgen, Jürgen sah leider nicht aus wie der hellste Stern am Horizont und war es auch leider nicht. Jürgen beschloss, während er von (nennen wir sie mal) Ursel und Hilde, zwei Vietnamesinnen beobachtet wurde. Den Schraubenschlüssel (und das ohne den Strom auszustellen) in die Steckdose zu stecken. Es gab einen lauten Knall, funken kamen aus der Steckdose und zack Kurzschluss! Jürgen hat diesen Vorfall wunderlicherweise überlebt, Usel und Hilde haben Tränen gelacht und die Tatsache das Jürgen auch noch am schielen war, machte die Sache irgendwie umso lustiger. Der arme Jürgen hat sich durch die Sache nicht einschüchtern lassen, lachte selber erstmal eine Runde, riss die ganze Steckdose ab, schaffte es irgendwie sie wieder aufzustecken und naja...natürlich war sie immer noch kaputt. Was das alles bringen sollte, war uns eh schleierhaft. Ende vom Lied war, dass Jürgen sich dezent verpieselt hat und wir uns weiter wegen der einen Steckdose boxen mussten.



























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