Dienstag, 16. Juni 2015

Türkei Teil 4: Kemer, der pseudo Ballermann & Kochkurs



Hallo meine Lieben,
ich melde mich zurück mit dem vierten und vorletzten Teil meiner Türkei Reihe. Heute erzähle ich euch von meinen beiden Strandtagen in Kemer und dem Kochkurs den ich gemacht habe.
Da ich auf der Ranch nur das Frühstück dazu gebucht hatte und es leider weit und breit keinen Supermarkt gab (es gab schon einen, aber der war unten am Berg und wir waren oben), musste ich natürlich am zweiten Tag mal in die Zivilisation, um mich mit Essen einzudecken. 

Gesagt – getan, um 11:15 stand der Bus vor der Ranch und in einer kleinen Gruppe wurden wir dann nach Kemer gefahren. Ich wusste nicht was mich erwartet, habe aber schon mit dem schlimmsten gerechnet, da ich bereits vor den penetranten Verkäufern gewarnt wurde. War aber alles halb so wild, vielleicht hatte ich einfach Glück oder habe eben den „lasst-mich-in-Ruhe-Blick“ perfektioniert, aber bis auf den Maismann, wurde ich in Ruhe gelassen. 
Jaja, der Maismann, oder eher Maisbubi. Locker flockig, kam der bestimmt fünfmal zu mir an, nachdem ich dann unzählige Male „Nein“ gesagt hab, kam nur noch der Spruch „Ach komm, für mich“….nenene. 

Da ich keine Sonnenanbeterin bin und stundenlang rumgammeln mich langweilen, habe ich mich nach gut einer Stunde von meiner Liege erhoben und mir die Gegend angeschaut. Es hat mich alles sehr an den Ballermann erinnert, nur weniger Leute, da noch keine Hauptsaison war und das Wetter frischer war als sonst. Trotzdem dröhnten die Boxen der Restaurants und Bars, was einfach der komplette Kontrast zur Ranch-Idylle war. Natürlich wurde man da auch angequatscht, aber wenn man einfach weiter geht, dann wird man auch in Ruhe gelassen. Schlimmer wars dann, als ich zu den richtigen Läden gelangte, wo ich mehrmals auf Russisch angequatscht wurde und später noch zu einem exklusiven Fotoshooting eingeladen wurde, „Gerne auch im Bikini, hab ich kein Problem mit“, meinte der Fotograf….ach sooo ER hat damit kein Problem. Hab mich dann auch ziemlich schnell aus dem Staub gemacht. 





Mit meiner Kamera bewaffnet wollte ich dann weg vom „Ballermann“ und weg von den Geschäften, also bin ich den Strand entlang bis ich wirklich weg von Schuss war. Dort waren dann noch kleine Anlegestellen von Booten, Angler und eine kleine Katze, die sich von den Urlaubern hat kraulen lassen. Man konnte sich von weitem den Strand mit den unzähligen Liegen anschauen und zudem die riesigen Berge bestaunen. Es war wirklich toll mit anzusehen, leider werden die Bilder dem nicht gerecht.  Dort habe ich dann auch viel gefilmt, ein bisschen könnt ihr in meinem Türkei-Film sehen. Das war dann alles schon wieder mehr nach meinem Geschmack. Da der Bus um 16 Uhr schon wieder kam, hab ich noch schnell eingekauft (und meine neuen Lieblingskekse entdeckt, die man sogar hier beim Türken kaufen kann). Mich mit Essen und Trinken versorgt und dann ging es ab zurück zum Kochkurs

Ich möchte euch aber noch schnell vom zweiten Mal berichten, als ich nach Kemer gefahren bin, diesmal wurden wir erst um 18 Uhr abgeholt und um ehrlich zu sein, fand ich das nicht so gut. Dachte eigentlich, dass 16 Uhr mehr als genug ist und die beiden Frauen, mit denen ich mich angefreundet habe und den Tag in Kermer verbracht habe, sahen das genauso. Ironie des Schicksals wars dann, dass wir am Ende des Tages, sogar noch in Zeitnot geraten sind und es nicht geschafft haben noch ins Wasser zu gehen, typisch. Mit den Beiden, bin ich weiter weg vom Strand gegangen, da wo es die richtigen Geschäfte gab, mit dem gefälschten Designerzeug. Wir haben aber alle nichts gekauft, ist ja eh nur Müll, stattdessen haben wir uns aber mit Tee eingedeckt. Wir durften alle möglichen Teesorten probieren und später gabs noch jede Menge Süßigkeiten umsonst.  Ach ja…und nen dicken Schmatzer gabs auch noch haha, hätte ich fast vergessen. Das eine Mädel was ich kennengelernt habe, wurd erstmal richtig auf die Wange geschlabbert
Ich war echt froh, dass es mich diesmal nicht erwischt hat, finde schon den Kuss auf die Hand extrem unangenehm, aber dann noch so einen feuchten Kuss auf die Wange, nene.  Sie fands auch grauenhaft und musste danach noch mein höhnisches Lachen über sich ergehen lassen. Danach hatten wir Lust auf einen Döner, wenn man schon mal in der Türkei ist. Leider konnte die Frau kein Englisch und nachdem wir uns mit Händen und Füßen verständigt haben, wollte sie wissen ob die den Döner mit Mayo oder Ketchup haben wollen…ich weiß ja nicht wie es bei euch ist, aber ich hab noch nie Döner mit Mayo und/oder Ketchup gegessen. Als wir dann Joghurt dazu wollten, hat sie die Fassung verloren und musste erstmal ne Runde lachen. Als wir am Ende dann etwas bekommen haben, was aussah wie die dünnste türkische Pizza, war klar, dass hier „Döner“ wohl was anderes bedeutet. Später habe ich dann noch mit einem türkischen Gast auf der Ranch gesprochen, der meinte, dass die hier wohl immer nur das benutzen was sie gerade da haben, also gab es wohl kein Fladenbrot und sonst wohl auch nicht viel. Da ich eh schon mehr esse, als der „normale“ Mensch, war für mich das Essen echt was für den hohlen Zahn. Trotzdem war es echt ein Erlebnis wert










So, jetzt aber zum Kochkurs. Ich koche echt gerne und da ich einfach richtig Lust drauf hatte, bin ich also mit einer Freundin dorthin. Der Koch konnte nur türkisch, was aber kein Problem war, da alles übersetzt wurde und wir später auch noch einen Zettel mit allen Zutaten bekommen haben. Mal wieder Ironie des Schicksals war es, das wir „Kisir“ gemacht haben. Ich habe mich schon mehrmals daran versucht (und eigentlich ist es nicht schwer, aber ich habe immer einen gravierenden Fehler gemacht), aber jedes Mal…wie sagt man so schön…verkackt. Hab mich richtig gefreut, es jetzt endlich mal zu lernen, da ich es schon oft bei unter anderem türkischen Freunden gegessen habe. Ziemlich schnell hab ich dann auch festgestellt, wo der Fehler lag. Ich Vollhorst hab den Bulgur immer gekocht (wie Reis eben), stattdessen hätte ich ihn bloß mit heißem Wasser übergießen sollen. Hab es jetzt übrigens nochmal Zuhause versucht und diesmal ist es mir gelungen, trotzdem hat es aber nicht so gut geschmeckt, wie vom Koch. Nach dem Kochen haben wir uns dann noch den Bauch vollgehauen und sind zufrieden aufs Zimmer.

Im letzten Teil meiner Türkei Reihe, erzähle ich euch von meinem Trip nach Antalya und unserem nächtlichem Erlebnis am Strand in Kemer. Da ich nicht so viele Bilder habe, beziehungsweise die Bilder nicht zumutbar sind, gibt’s mehr Text als Bild.





1 Kommentar:

  1. Die Bilder sind wirklich traumhaft schön geworden, wäre jetzt am liebsten genau an diesem Ort :D Die Cola-Dose ist ja mal der absolute Hammer :)

    Liebe Grüße :)
    http://measlychocolate.blogspot.de

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